„Ein außergewöhnliches Reiseerlebnis“, „das machen wir auch im nächsten Jahr“, so lautete das Resumé der Bodenseefahrt des RVE 1910 Budenheim.
38 RVE´ler und Gäste nahmen an dieser Premierenfahrt vom 22.-25.5.2008 teil, davon 30 aktiv mit dem Rad, die sich vorgenommen hatten, binnen 4 Tagen den Bodensee zum größten Teil zu umrunden. Erstmalig waren wir auch in unserer neuen Vereinskleidung, gesponsort vom Autohaus Höptner, unterwegs, die unserer Gruppe unterwegs sehr viel Aufmerksamkeit bescheren sollte.

Unsere Bodenseefahrer in Friedrichshafen-Aillingen vor dem Hotel
Die Anfahrt zum Bodensee erfolgte mit dem Bus, der die Radgruppe auch während ihrer Fahrt um den Bodensee versorgte und auch ermöglichte, an den jeweiligen Treffpunkten vom Rad in den Bus umzusteigen. Das hiervon nur äußerst selten Gebrauch gemacht wurde, zeugt von der Güte des gemeinsamen Naturerlebnis und der Harmonie unserer Gemeinschaft.
Den Nichtradlern bot sich an verschiedenen Plätzen, Gelegenheit zu eigenen Unternehmungen; an zwei Tagen unternahmen sie eigene Ausflüge, die u.a. zum Rheinfall nach Schaffhausen und auf die Insel Mainau führten.
Der Start der Radtour erfolgte oberhalb von Ludwigshafen am Bodensee. So ging es zum Einrollen erst einmal bergab. Die Führung übernahm der Tourenleiter Manfred Elsheimer, dem alle aufgereiht wie an einer Perlenschnur folgten. Den Abschluß bildete seine Frau Vreni Elsheimer, die ständig über Funk mit ihrem Mann verbunden war. So war sicher gestellt, daß die doch sehr große Gruppe stets beisammen war.
Die Strecke nach Meersburg führte immer mit herrlichen Ausblicken am Bodensee entlang. In Sipplingen erwartete uns bereits eine erste Überraschung. Anläßlich der Fronleichnamsprozession hatten die Bewohner des Ortes die Straßen mit einem Blumenstreifen mit den verschiedensten Motiven und Sprüchen dekoriert. In Birnau besuchten wir die prachtvolle barocke Wallfahrtskirche. Von dort ging es nach Unteruhldingen mit seinen berühmten Pfahlbauten. Endstation des ersten Tages war Meersburg mit seinen Schlössern, wo die Räder sicher verwahrt im Anhänger zurückblieben, während uns der Bus zum Hotel nach Friedrichshafen-Aillingen brachte, das für die vier Tage unsere Ausgangsstation bildete.
Am zweiten Tag ging es von Meersburg aus weiter. In Friedrichshafen besuchten wir die Schloßkirche. Nach einem Versorgungsstopp dort am Bus fuhren wir durch viele kleine Orte weiter zum Hafen in Lindau. Dort verbrachten wir die Mittagspause und beobachteten das turbulente Treiben. Frisch gestärkt brachte uns die Nachmittagsfahrt über die Grenze nach Österreich in die Stadt Bregenz. Dort sahen wir die bekannte Seebühne, genossen das herrliche Seepanorama und konnten das historische Dampfschiff Hohentwiel in Aktion erleben.

zwischen Bregenz und Altenrhein
Der dritte Tag führte uns zunächst von Bregenz aus durch die Auen und Wälder des Rheindeltas bis nach Altenrhein. Zur Mittagspause lud dort eine idyllisch am Ufer gelegene Wirtschaft ein. Am Treffpunkt mit dem Bus zwischen Altenrhein und Rorschach bot sich Gelegenheit zu einem Besuch der Hundertwasser-Markthalle, des letzten Projektes von Friedensreich Hundertwasser. Von dort aus ging es in zügiger Fahrt nach Romanshorn mit seiner schönen Seepromenade. Hier verluden wir wie gehabt die Räder und überquerten zum Abschluss des Tages den Bodensee von Konstanz aus mit der Fähre.
Für den vierten Tag war eigentlich auch für die Radler der Besuch der Insel Mainau eingeplant. Jedoch hatten inzwischen alle so viel Spaß am Radfahren gewonnen, dass einstimmig beschlossen wurde, noch am Untersee entlang von Konstanz nach Stein am Rhein zu fahren. Das noch alle topfit waren, spürte man am angeschlagenen Tempo. Sehr zügig ging es voran und trotz kurzer Pausen war Stein am Rhein zur Mittagszeit erreicht. Nach einem Rundgang durch die romantische Altstadt ging es weiter über die Grenze nach Deutschland. Dort erwartete uns unser Busfahrer zur Rückfahrt nach Budenheim. Als Abschluss-Überraschung hatte er uns heiße Würstchen zubereitet. Mit diesem schönen Picknick nahmen wir Abschied vom Bodensee.
Es war eine unvergesslich schöne Fahrt über insgesamt 175 km, geprägt von einer Vielzahl von Eindrücken, Erlebnissen und Bildern, die Allen sehr viel Freude bereitet hatte.
